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am Flutgraben e.V. |
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Die
KünstlerInnen 2007 |
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Büro
der
Kunstfabrik
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Mo-Mi 11-14 Uhr
fon: +49 30 5321-9658
fax: +49 30 5321-1570
info [ett] kunstfabrik [punkt] org
Anfahrtsskizze (pdf)
Letzte
Überprüfung
Grenzwachturm Schlesischer Busch
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Do-So 14-19 Uhr (Mai-Okt.)
fon: +49 30 5321-9658
LUe [ett] kunstfabrik [punkt] org |
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Almuth
Baumfalk, Tania
Bedriñana, Tine
Benz, Christine
Berndt, Dagmar
Binder, Harald Birck, Vicente Blanco Mosquera, Ronald de Bloeme, Roland
Boden, Mari Brellochs, Katja Brinkmann, Laura Bruce,
Salvador
Cidrás Robles, Ben Cottrell, Ulrike Dornis, Hannah Dougherty,
Markus Draper, Sae Esashi, Norman Gebauer, Christiana Glidden, Franziska
Goes, Agnès Hardy, Eberhard Havekost, Martin Henkel,
Herr Sphen, Olaf Holzapfel, Sybille Hotz,
Christiane John,
Stephan Kurr, Wing Yip Lap, Ingrid
Lill, Stefan Lux, Saskia
Meesters (CBK-Studio), Barbara
Morgenstern, Wessel Muller,
Aino Nebel, Esther Neumann, Alien Oosting, Daniel
Pflumm, raumlabor_berlin
(Francesco Apuzzo, Markus Bader, Benjamin Förster-Baldenius, Jan
Liesegang, Matthias Rick, Axel Timm), Nicole Riegel,
Adrian Rovatkay, Viola Rusche, Sophia Schama, Wolfgang
Schlegel, Margot
Schmitt, Despina Stokou, Jörg Suermann, Ines
Tartler, Ona Tav, Joël
Verwimp, Vanessa Wood, Dominic Wood, Frank
Zucht.
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› 2008
› 2006
› 2005
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Überprüfung |
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Georg
Klein: turmlaute.2
Georg Klein:
turmlaute.2
16.03. - 15.04.2007
Das satirische Kunstprojekt "turmlaute.2" des Klang- und
Medienkünstlers Georg
Klein (Berlin) hat seit der Eröfnung am 15.3. in der
Öffentlichkeit und bei Besuchern für erhebliche Verwirrung
und Irritation gesorgt. Der Auftritt als European Border Watch
Organisation mit eigener Website und echten Einladungen an alle
EU-Bürger, sich als Web-Patrol an der Überwachung der
EU-Außengrenzen zu beteiligen, wurde vielfach ernst genommen und
entsprechen kommentiert. Einsicht in die Reaktionen sowie die ersten
Anmeldungen als Web-Patrol bietet das am Installationsort ausliegende
Kommentarbuch. Die Installation selbst besteht aus drei visuell und
akustisch gestalteten Innenrämen, die von einem dichten,
intensiven Klanggebilde durchzogen werden, sowie Erweiterungen in den
Außenraum (weiter/pdf)
(Deutschlandfunk,
5.4.07)
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LÜ 6/07
Frans van Lent: Raam
8.6. - 22.7.2007
Ein Schritt
ans Fenster. Eine Hand, welche die Augen
gegen das
Licht abschirmt. Ein langer Blick hinaus auf die Straße. Der Weg
zurück
ins Zimmer.
Eine Minute
beansprucht der Ablauf in der Zeit, sechzig Mal hat der
Künstler Frans van Lent diesen einfachen und alltäglichen
Ablauf
wiederholt. Was zuerst wirkt wie eine Schleife, die
betrachterfreundlich sechzig Mal wiederholt wird, entpuppt sich als
eine im Kontinuum der Zeit sich entfaltende Handlung.
Entgegen also dem flüchtigen Eindruck, hier
verstreiche sechzig
Mal dieselbe Zeit, wäre zu vergegenwärtigen, dass hier Zeit
verstreicht. Sechzig Minuten, in denen Dinge und Menschen sich
verändern, in denen Geschichte „passiert“, der Lauf der Sonne
voranschreitet, Gedanken verstreichen, die Konzentration
nachlässt, der Körper ermüdet (weiter/pdf)

Frans van Lent: Raam, 2007
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Ulrike Kuschel:
20. (19.) März 2007, Deutsche Gerechtigkeit
LÜ
8/07
Ulrike Kuschel: Diese Mauer
3.8. - 30.9.2007
Welches Gewicht hat die Meinung eines Einzelnen? Welche Aussagekraft
hat ein
Dokument? Welchen Einfluss hat die Form eines Dokuments, die Art und
Weise, wie es präsentiert wird, auf seinen Inhalt?
Als Untersuchungen zum Stellenwert des Dokumentarischen lassen sich die
Arbeiten der Berliner Künstlerin Ulrike Kuschel begreifen. Im
ehemaligen
Grenzwachturm im Schlesischen Busch hat sie eine zweiteilige Arbeit
realisiert, die mit den Eckdaten 13. August 1961 und dem 20. März
2007 einen Bogen spannt, der die Geschichte der Berliner Mauer umfasst (weiter/pdf)
Interview
mit Ulrike Kuschel im WDR am 13. August 2007, Redakteur:
Thomas Fitzel |
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Abwehr-Performance-Festival
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Nezaket Ekici: Nazar
Bekleidet mit einem langen Gewand, bestehend aus 600 leuchtend blauen
Glasamuletten, schreitet Nezaket durch die Kreuzberger
Wrangelstraße. Die aus der Türkei stammenden “Blauen
Augen” (türkisch: nazar) sollen Schutz geben und den bösen
Blick abwenden. In der schillernden, 40 Kilogramm schweren Robe zieht
die Künstlerin jedoch erst einmal alle Blicke auf sich. So
ist sie einerseits machtvolle Trägerin des Amuletts und
droht andererseits Opfer der Blicke zu werden. Die
Performance “Nazar” erzeugt ein attraktives Bild und
thematisiert gleichzeitig Paradoxien der Abwehr. Die
Erstaufführung von „Nazar“ fand 2005 in Istanbul statt. |
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Duo Stoll & Wachall: Des-Infektion
Laut dem Deutschen Arzneimittelbuch bedeutet Desinfektion, „Totes oder
lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr
infizieren kann“. Im Namen der Abwehr wurde das Duo Stoll &
Wachall engagiert, das in Schutzanzügen und Kanistern auf dem
Rücken
den Schlesischen Busch durchstreift. Ihr Auftrag: Wir
desinfizieren
den Park und seine Besucher, um vor möglichen Infektionen zu
schützen.
Wir erhöhen durch unsere Sicherheitsmaßnahme die
allgemeine Hygiene
und Hysterie. Wir kümmern uns um unsichtbare Killerzellen. Wir
wehren
Angriffe von Bakterien, Keimen und Viren ab. |
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Anny und Sibel Öztürk:
NÖ-Performance
Erleben Sie eine Neuauflage von Beuys' legendärer Kunstaktion "Ja
ja ja ja ja, nee nee nee nee nee", aufgeführt 1986 an der
Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf!
Anny und Sibel Öztürk treffen sich auf einer grünen
Wiese und machen das, was türkisch-stämmige
Mitbürgerinnen im öffentlichen Berliner Grün gerne und
stets gekonnt tun: Sie picknicken. Und was tun die zwei, die sich
picknickend im Berliner Grün öffentlich verbreiten?
Richtig: Sie rezipieren Joseph Beuys! Dem historischen Vorbild
entsprechend, wechseln sich die Schwestern in den Akten der
Bejahung und der Verneinung ab. Das "Nee" wird dabei durch das
emphatischere "Nö" ersetzt.
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Ona Tav: Der Körper als Quelle
Man geht durch einen Park. An einem seiner Bäume steht eine
weiße Ritterrüstung an den Stamm und an zwei seiner
Äste gefesselt. Aus den Augenshöhlen fließen
Tränen aus Rotwein, die den weißen Körper geißeln
und hinabfließen bis zu den Füßen in ein Becken, auf
dass der Durst gestillt werde. Tag für Tag erhebt sich der Baum.
Die Wolke ist das Dach des Himmels und wir trinken von ihrem
Schweiß. Wir tauchen unseren Kelch in Tränen von Wein, damit
sie sich in unserem Hals in Feuer verwandeln um danach die
Tränen des Himmels zu erwarten. Es gibt keine Seele ohne Welt und
keine Tränen ohne Seele. Er hat sich in Metall gekleidet, um
den Schmerz der Welt aufzuhalten und konnte seine eigenen Tränen
nicht aufhalten. |
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Nevin Aladag: Raise The Roof
Nevin Aladag inszeniert eine Art Tanz auf dem Dach der Kunstfabrik.
Vier Tänzerinnen bewegen sich zum Takt von vier
Musikstücken, von denen die Zuschauer lediglich die Titel und
die jeweilige Dauer erfahren. Zu hören dagegen ist das
elektronisch verstärkte Geräusch, das die
spitzen Pfennigabsätze beim Durchstoßen des
Tanzbodens verursachen. Dieser Tanz auf dem Dach, wo früher
die DDR-Grenzsoldaten patrouillierten, ist kein
gemeinschaftlicher Tanz. Auf zweifache Weise isoliert,
abgegrenzt sowohl untereinander als auch von der Gruppe der
Zuschauer, haben die den Tanz konstituierenden Gesten der
Anziehung und Abwehr jeden Bezugspunkt verloren. |
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Shahram Entekhabi/Becky Ofek:
Boxing Box
Ein giftiger, dreckiger Duft liegt über der schattendurchfluteten
Arena. Der Duft, der keine Rückkehr verspricht. Hier geht es nicht
ums Kämpfen; hier geht es um Leben, meine lieben Freunde.
Kommt und seht warmes wütendes Blut zweier gefährlicher
Narren in einem unvergesslichen Kampf der Geschlechter wie ein
russisches Atomkraftwerk explodieren. Frau gegen Mann, Bitch versus
Bastard. Werdet Zeugen der kämpfenden Zyklopen, die hoch oben
auf dem Dache des Wachturms ihren Geschlechterkampf hart aber
gerecht austragen. Bäng Bäng Buff. Nach traditioneller
Boxmanier wurden im Vorfeld Ankündigungsposter in der ganzen Stadt
geklebt. Das Publikum raunt und staunt. |
Ein Projekt von
Shahram Entekhabi und
Svenja Moor
in Kooperation mit der Kunstfabrik am Flutgraben e.V. und
mit freundlicher Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters
von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten |
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Fotos
oben mitte, unten links/mitte: Lars Frers, Lizenz: CC-BY-SA-NC |
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[2008] [2006]
[2005] [2004] [2003] [2002] |
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| Kunstfabrik
am Flutgraben e.V. |
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Die
KünstlerInnen 2006 |
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Büro
der
Kunstfabrik
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
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Anfahrtsskizze (pdf)
Letzte
Überprüfung
Grenzwachturm Schlesischer Busch
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Do-So 14-19 Uhr (Mai-Okt.)
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Francesco Apuzzo, Almuth Baumfalk, Tania Bedriñana, Julia
Beister, Tine Benz, Christine Berndt, Dagmar
Binder, Harald Birck,
Vicente Blanco Mosquera, Ronald de
Bloeme, Roland
Boden, Mari Brellochs, Katja
Brinkmann, Laura Bruce, Salvador
Cidrás Robles, Ben
Cottrell, Ulrike Dornis, Hannah Dougherty, Markus Draper, Norman
Gebauer, Christiana Glidden, Franziska
Goes, Agnès
Hardy, Eberhard Havekost, Martin
Henkel, Herr
Sphen, Olaf Holzapfel, Sybille Hotz,
Christiane John, Stephan Kurr, Wing Yip Lap, Ingrid Lill, Stefan
Lux, Barbara
Morgenstern, Wessel Muller, Aino
Nebel, Esther
Neumann, Nico Parlevliet
(CBK-Atelier), Daniel Pflumm, Nicole Riegel,
Adrian Rovatkay, Viola Rusche, Sophia Schama, Wolfgang Schlegel, Margot
Schmitt, Nicole Schuck, Despina
Stokou, Jörg Suermann, Ines
Tartler, Ona Tav, Axel
Timm, Joël
Verwimp, Vanessa Wood, Dominic
Wood, Frank
Zucht.
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› 2008
› 2007
› 2005
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Letzte
Überprüfung
Seit Mai 2005
bespielt
der gemeinnützige Kunstverein Kunstfabrik am Flutgraben e.V. den
ehemaligen Grenzwachturm im Schlesischen Busch mit einem wechselnden
Ausstellungsprogramm sowie einer Dokumentation zur Geschichte des
Ortes. Unter dem Namen Letzte Überprüfung werden
Künstlerinnen und Künstler eingeladen, in Auseinandersetzung
mit dem Ort, seiner Geschichte, mit der Architektur oder den Relikten
des ehemaligen Grenzstreifens eine künstlerische Arbeit zu
entwickeln, die den Ort thematisch mit Fragestellungen und Themen der
Gegenwart verknüpft.
2006 wurde die Reihe fortgesetzt: Sofia Hultén beobachte die
Menschen im umliegenden Park, der früher Grenzstreifen war, legte
Gegenstände aus und wartete – verborgen im Wachturm – auf
Reaktionen. Am Ende konnte der Besucher im Turm auf vier Bildschirmen
das Ergebnis der Events With Unknown Outcome betrachten. Axel Timm und
Francesco Apuzzo, Mitglieder der Gruppe raumlabor_berlin, luden vier
Wochen unter dem Motto Wohnen im Turm. Bauvorhaben: Wohnanlage
Schlesischer Busch zum Planspiel ein. 30 „Wohnmodelle” des Wachturms im
Maßstab 1:33 waren das Ergebnis und zeugten nicht nur von der
Phantasie der „Bauherren”, sondern thematisierten darüberhinaus
aktuelle Fragen nach der Wahrnehmung von und dem Umgang mit
historischen Relikten. Wie eine Hommage an den zeitgenössischen
Komponisten Frederic Rzewski, dessen genreübergreifendes Werk
für die Überwindung klassischer Grenzen in der Musik steht,
ließ sich die Installation von Dave Allen zu verstehen. Zur
Eröffnung variierte eine Rockband den Beach Boys-Song Woulnd't It
Be Nice nach einem strengen, auf Rzewski zurückgehenden Schema,
wobei sich die Musiker im Spiel permanent verloren und wieder
zusammenfanden. Der schwarze, glänzende Dodekaeder von Tina Born
verwandelte den Wachturm in einen Pavillon Nocturne. Die
rätselhafte Form irritierte nicht nur den Betrachter, sie stellte
auch eine Irritation der Architektur dar, vergleichbar einem
Körper, der in einem Organismus heranwächst, bis er,
größer geworden, permanente Reibung und Schmerz erzeugt. Mit
der satirisch angelegten Licht- und Soundinstallation Konfuse
magnetische Wirbel schlug Roland Boden/Institut fuer Subreale
Urbanistik einen weiten Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart und
ermöglichte damit eine kritische Reflexionen über die
symbolische Aufladung des Ortes und damit verbundene
Deutungsansprüche.
Das Projekt wurde und
wird unterstützt durch das Bezirksamt
Treptow-Köpenick von Berlin, namentlich dem Amt für Umwelt,
Grün und Immobilienentwicklung als Vertragspartner und dem
Kulturamt, das die raumlabor-Ausstellung finanzierte sowie der
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, die mit
Projektgeldern die Durchführung der vier anderen im Jahr 2006
Ausstellungen gewährleistete.
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LÜ 5/06 Sofia
Hultén:
Events With Unknown Outcome
04. - 28.05.2006
Sofia Hultén präsentiert im Grenzwachturm Schlesischer
Busch eine vierteilige Videoarbeit als Ergebnis ihrer Beobachtungen im
umliegenden Park. Vier Bildschirme erweitern das Panoptikum
der Freiwache im zweiten Geschoss des ehemaligen Wachturms (weiter/pdf)

Sofia
Hultén: Events With Unknown
Outcome, 2006 (Detail)
LÜ
6/06 raumlabor_berlin:
Wohnen im Turm. Bauvorhaben: Wohnanlage Schlesischer Busch
08.06.
- 30.07.2006
Mit
dem Projekt
„Wohnen im Turm. Bauvorhaben: Wohnanlage Schlesischer
Busch“ bespielt die Architektengruppe
raumlabor_berlin acht Wochen lang
den ehemaligen Grenzwachturm im Schlesischen Busch (weiter/pdf)
(RBB-Kulturradio,
6.7.06)

raumlabor_berlin:
Wohnen im Turm, 2006
LÜ 8/06
Dave
Allen:
One Way, Another Way,
Then Any Other Way
10.08.
- 03.09.2006
Fünf Takte, 25 mit
Nummern versehene Noten. Dazu eine kurze Anweisung an die Musiker:
„Spiele die Noten von links nach rechts nach folgendem Schema: 1, 1-2,
1-2-3, 1-2-3-4 etc. Wenn du auf diese Weise die fünfundzwanzigste
Note erreicht hast, wiederhole einmal die gesamte Melodie. Dann beginne
von vorn, dabei jeweils die erste Note auslassend (weiter/pdf)
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LÜ
9/06 Tina Born:
Pavillon
Nocturne
07. - 29.09.2006
Für den fensterlosen, lediglich mit Schießscharten
versehenen Raum im ersten Geschoss des ehemaligen Grenzwachturms hat
Tina Born einen kristallinen Körper konzipiert, einen
unregelmäßigen Dodekaeder von glatter, glänzender
Oberfläche, die nichts über seine innere Beschaffenheit
verrät (weiter/pdf)

Tina
Born, Pavillon Nocturne (Entwurf), 2006
LÜ 10/06
Roland Boden/Institut fuer
Subreale Urbanistik:
Konfuse magnetische
Wirbel
01.
- 29.10.2006
In letzter Zeit sind wiederholt Berichte
über eigentümliche Licht- und Hitzeerscheinungen im Gebiet
des Schlesischen Busches, dem Gebiet zwischen der heutigen Puschkin-
und Jordanstraße und zwischen dem Flutgraben und der
Bouchéstraße im Berliner Stadtbezirk Treptow, aufgetaucht.
Es soll sich um anormale Erhitzungen metallischer Gegenstände,
teilweise bis zum Glühen, blitzartige Entladungen und ein damit
verbundenes Grollen und Dröhnen, was aus der Erde zu kommen
scheint, handeln (weiter/pdf)

Roland
Boden, Konfuse magnetische Wirbel, 2006
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2yk Galerie
Heidi
Sill/Wolfgang Schlegel/Martin Pfahler: Finissage
18.11.
- 17.12.2006
Nach einem erfolgreichen
Ausstellungsprogramm mit nationalen und internationalen Künstlern
setzt die Kunstfabrik am Flutgraben e.V. nun einen Schlusspunkt in der
7-jährigen Galeriegeschichte. Dies möchten wir mit Ihnen,
Unterstützern, Freunden und allen Interessierten der 2yk Galerie
entsprechend feiern.
Unsere kuratorischen Entscheidungen für ausgewählte
zeitgenössische Positionen hatten nicht zuletzt ihren Ursprung in
den Erfahrungen der eigenen künstlerischen Praxis, deren
Gemeinsamkeiten und Unterschiede die Basis für unsere Teamarbeit
bildeten. Deshalb möchte sich das Kuratorenteam der 2yk Galerie -
Martin Pfahler, Wolfgang Schlegel und Heidi Sill - mit einer eigenen
Ausstellung von seinem Publikum verabschieden:
Martin Pfahler
überträgt Momente physischer Labilität in die Physik
räumlicher Konstruktion. In der jüngsten Skulptur collapsed
structure entwirft er einen Raum, der sich in Analogie und als
Gegenüber zum menschlichen Körper wie ein Kleidungsstück
verhält. In der Umkehrung von Funktionen der Statik befindet sich
der Raum im Zustand der Faltung.
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Wolfgang
Schlegel
rekonstruiert mit seinen Fassaden marginale Industrieprodukte. Die
gebaute Perspektive der großformatigen Wandreliefs zielt auf die
aktive
Beteiligung des wahrnehmenden Betrachters. Er wird Zeuge einer
Metamorphose der Anschauung, worin sich Widererkennung und Irritation,
Fremdheit und Vertrautheit unentwegt abwechseln.
Heidi Sill
leistet mit
ihren 2006 im Rahmen einer künstlerisch-wissenschaftlichen
Kooperation
des Brandenburgischen Kunstvereins in Potsdam entstandenen Arbeiten
eine Spurensuche in der Physiognomie des Todes. Ihre Vorlagen waren
gerichtsmedizinische Fotografien, aus denen sie jedoch nicht das
Spektakel der Gewalt, sondern eine behutsame, fiktive Rekonstruktion
des idealen menschlichen Antlitzes ableitet - als vielfache
Überlagerung pathologischer Spuren, die sich am Ende doch zu einem
menschlichen Porträt zusammenzufügen scheinen.
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2yk Galerie
Eine offene Raum-in-Raum Konstruktion ist seit 1999 eine der
größten nicht-musealen Ausstellungsflächen in Berlin
(250 qm). Mit Eigen- und
Fremdausstellungen bietet sie Raum zur Erprobung neuer Ausstellungs-
und Vermittlungsformen. Das Kuratorenteam 2006 bildeten Martin
Pfahler, Wolfgang Schlegel und Heidi Sill.
2yk Galerie
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
fon: +49 30 5321-1592
fax: +49 30 5321-1591
2yk [ett] kunstfabrik [punkt] org
www.2yk.de
Verkehrsanbindung: Bus 265 Heckmannufer/U1 Schlesisches Tor/
S-Bahn Treptower Park
Nicolas
Chardon
Rob Voerman
DESIGNMAI YOUNGSTERS
Andreas
Fohr: embedded
Iris
Kettner
Michael
Marwick - QUIET APOCALYPSE
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Gasag-Kunstpreis
2006

Ulrike Kuschel: aus der Serie
"Ausstellungshallen am
Funkturm 1926-1954", 2006, courtesy of Ulrike Kuschel
Ulrike
Kuschel, Stand 130/Bilbliothek
Ulrike Kuschels Arbeiten beschäftigen sich mit der deutschen
Geschichte, hierbei greift sie Themen wie den Nationalsozialismus und
die Geschichte der DDR auf. Für Ulrike Kuschel spielt neben der
historischen Recherche die Verwendung verschiedener
Reproduktionstechniken einerseits, sowie die
Verbindung/Gegenüberstellung von Fotografie und Text andererseits
eine große Rolle. Ihre Posterarbeit "Ausstellungshallen am
Funkturm 1926 – 1954" im Bibliotheksbereich des Art Forum
beschäftigt sich mit der Dokumentation von 30 Ausstellungen,
Messen und politischen Ereignissen aus den Jahren 1926 bis 1954. Im
Zentrum des jeweiligen Posters steht ein Zitat aus dem betreffenden
Ausstellungs- bzw. Messekatalog, das die zumeist
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politische
Ausrichtung der Ausstellungen andeutet, dabei ist
es Ulrike Kuschel
besonders
wichtig auf den jeweiligen sprachlichen Duktus und den thematischen
Schwerpunkt aufmerksam zu machen. Am Stand der Kunstfabrik am
Flutgraben wird die Arbeit "Ausstellungshallen am Funkturm, 3 Kataloge
(1936-1938)" gezeigt.
Gitte
Schäfer, Talk Lounge
Ob in der Malerei, in der Skulptur oder in Installationen, stets
verwandelt Gitte Schäfer vertraute, vorwiegend volkstümliche
Gegenstände und Motive zu subtil abstrahierten, surrealen
Artefakten. Die Künstlerin demontiert zielsicher meist auf
Flohmärkten gefundene Objekte und arrangiert sie intuitiv zu
neuen, ihrem Kontext und ihrer Funktion enthobenen Phantasiegebilden.
Auf dem diesjährigen Art Forum gestaltet Gitte Schäfer die
Talk Lounge mit der Arbeit "Der zerbrochene Krug", indem sie das Podium
in einem klassischen Guckkasten stattfinden lässt. Befremdend in
die vorhandene Architektur des Messe-Palais ist eine Bühne
eingefügt, die mit sorgsam - nicht zuletzt nach ihren
äußeren Kriterien, der Farbigkeit und
Oberflächenstruktur - ausgewählten Requisiten ausgestattet
ist. Im bewusst komponierten Arrangement suggerieren diese wie Embleme
ein bekanntes, jedoch kein eindeutig zuschreibbares Milieu: Eine Art
Bauernstube, eine Art Volkstheater. Aber eben nur eine Art.

Blick in die von
Gitte Schäfer gestaltete Talk Lounge |
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video sculpture |
architectural device | rotating figure inscribing a circle, Foto: rem,
Berlin, copyright: Peter Welz
Peter
Welz, Kleiner Stern
Peter Welz zeigt auf dem diesjährigen Art Forum
im Bereich
“Kleiner Stern” die Videoskulptur “video sculpture | architectural
device | rotating figure inscribing a circle”, die sich mit der
menschlichen Figur im Raum beschäftigt. Mit zwei Kameras
dokumentiert Peter Welz eine menschliche Figur, die sich – einen Kreis
beschreibend – auf einer Drehscheibe bewegt und gleichzeitig durch
diese bewegt wird. Somit entsteht ein Moment des Stillstands in
absoluter Bewegung. Durch die Variation der Kameraperspektiven gelingt
es Welz, die menschliche Figur in ihrer Verkehrung der Position im Raum
darzustellen. Indem der Künstler diese unterschiedlichen
Bewegungssequenzen auf eine Wandkonstruktion projiziert, erhält
seine Arbeit einen architektonisch skulpturalen Charakter. Dieses fast
konstruktivistisch anmutende Wandarrangement gibt dem Betrachter den
Blick auf die handwerkliche Beschaffenheit des Hinterbaus frei. Auf
diese Weise gelingt es Peter Welz, Zeit durch bewegten Stillstand mit
Hilfe des Mediums Video abzubilden.
Gasag-Kunstpreis
2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis
2005: Clemens von Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis
2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis
2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis
2002: Carsten Fock
Weitere Informationen siehe auch unter www.kunst.gasag.de. |
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| Kunstfabrik
am Flutgraben e.V. |
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Die
KünstlerInnen 2005 |
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Francesco Apuzzo, Almuth Baumfalk,
Tania Bedriñana, Julia Beister, Tine Benz, Christine Berndt, Dagmar
Binder, Harald Birck, Vicente Blanco Mosquera, Ronald de Bloeme, Roland
Boden, Mari Brellochs, Katja Brinkmann, Laura Bruce, Salvador
Cidrás Robles, Ben Cottrell, Katja Diallo (CBK-Atelier), Ulrike
Dornis, Hannah Dougherty, Markus Draper, Norman
Gebauer, Helga Geng, Christiana Glidden, Franziska Goes, Agnès
Hardy, Martin Henkel, Eberhard Havekost, Martin Henkel, Herr
Sphen, Olaf Holzapfel, Sybille Hotz, Christiane John, Jörg Kreutzer,
Stephan
Kurr, Wing Yip Lap, Ingrid Lill, Stefan Lux, Michael
Markwick (CBK-Atelier), Barbara
Morgenstern, Wessel Muller, Aino Nebel, Esther
Neumann, Daniel Pflumm, Nicole Riegel, Jean-Christopher Roelens,
Adrian Rovatkay, Viola Rusche, Sophia Schama,
Wolfgang Schlegel, Margot
Schmitt, Despina Stokou, Ines Tartler, Ona Tav, Axel Timm, Joël
Verwimp, Vanessa Wood, Dominic Wood, Frank
Zucht.
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Produkt & Vision
Schnittstellen und Trennlinien in Kunst und Wirtschaft lautete der
Untertitel des Projektes Produkt & Vision, das von Mari Brellochs
und Henrik Schrat konzipiert und gemeinsam mit dem Kunstfabrik am
Flutgraben e.V. sowie einer internationalen Gruppe von Künstlern,
Wissenschaftlern und Beratern umgesetzt wurde.

Workshop bei Cornelsen im
April 2005
Dabei ging es zum einen um Parallelen in wirtschaftlichen und
künstlerischen Unternehmungen. Wie lernen Organisationen, z.B.
Unternehmen, wie lernen Individuen, z.B. Künstler? Was bedeutet
soziale
Verantwortung in der Kunst, was in der Wirtschaft? Welche Strategien
zum "Raffinierter Überleben" haben beide Bereiche entwickelt? Zum
anderen wurde das Unternehmen selbst zum Modell und zum Ausgangspunkt
künstlerischer Arbeit. |
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In einem
sechsmonatigen Prozess setzten sich die Projektteilnehmer mit dem in
Berlin ansässigen Cornelsen Verlag für Bildungsmedien
auseinander. Als "Modellunternehmen" gab Cornelsen Einblicke in seine
Arbeitsstrukturen und -prozesse. Mitarbeiter des Unternehmens wurden
von Künstlern und Beratern befragt oder direkt in die
Projektentwicklung miteinbezogen. Die systemische Organisationsberatung
osb-i hat den Prozess als Beobachter und Berater begleitet.
Im September 2005 wurden die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit dem
Modellunternehmen Cornelsen und dem Spannungsfeld Kunst und Wirtschaft
in einer Ausstellung in der Kunstfabrik am Flutgraben gezeigt.
Außerdem ist im Rahmen des Projektes der Reader "Raffinierter
Überleben. Strategien in Kunst und Wirtschaft" entstanden und im
Kulturverlag Kadmos erschienen, in dem 22 Autoren das Thema aus sehr
unterschiedlichen theoretischen Perspektiven beleuchten (Bestellfomular
"Reader").
Im März 2006 wird ebenfalls bei Kadmos der Band "Produkt &
Vision. Eine Versuchsanordnung zwischen Kunst und Wirtschaft"
veröffentlicht. Er ist Ausstellungskatalog, Projektdokumentation
und -forum in einem.
Weitere Informationen unter www.produktundvision.com
Fotos: Kai Ziegner/Tobbias Kruse and
Reinigungsgesellschaft |
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Produkt & Vision. Blick
in die Ausstellung

Ausstellungsbeitrag der
Reinigungsgesellschaft

Die
Aussstellungsarchitektur
von Raumlabor
Berlin und Beeke Bartelt
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Letzte
Überprüfung
Barbed
Hula/Sigalit Landau
19.05. – 10.07.2005 (verlängert)
Ein langsames Kreisen der
Hüften
hält den Reifen in Bewegung. Sein Gewicht drückt ins
Fleisch und hinterlässt dort Einkerbungen und blaue Flecken. Die
Stacheln, mit denen er bewehrt ist, verletzen die Haut. Aber die
Bewegung hält an – endlos, monoton und gleichgültig wie
das Meer im Hintergrund der Szene (weiter/pdf)

Sigalit
Landau, Barbed Hula, 2003
kilid/Shahram Entekhabi
14.07. – 21.08.2005
„Sicherheitshinweis: Bitte achten Sie auf verlassene Gegenstände
und Gepäck in den Zügen und auf den Bahnsteigen. Informieren
Sie uns über die Notrufsäule.“ Das ist seit den Attentaten in
London der neue mitlaufende Untertitel im Programm des „Berliner
Fensters“ in den U-Bahnen der Hauptstadt. Er ist der Untertitel unter
Werbung, verblödenden Celebrity-Nachrichten und meist
drittklassigen Veranstaltungshinweisen und Kochtipps (weiter/pdf)
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Shahram
Entekhabi, kilid, 2005
offen/Ines
Tartler
01.09. – 09.10.2005
Sechzehn Fenster und acht Schießscharten hat der ehemalige
Grenzwachturm im Schlesischen Busch. Mit einer sparsamen Geste hat die
Künstlerin Ines Tartler den Wachturm geöffnet, hat die
Fensterflügel in der sogenannten Freiwache aufgemacht und die
Keile der Luken im mittleren Geschoss des Wachturms gelöst
(weiter/pdf)

Ines
Tartler, offen, 2005
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Letzte
Überprüfung
Letzte
Überprüfung ist ein Projekt des
Kunstfabrik am
Flutgraben e.V. und wird betreut von Sirid Amsel, Mari Brellochs, Elke
Frietsch, Svenja Moor und Ines Tartler. Der ehemalige Grenzwachturm im
Schlesischen Busch bildet den Ausgangspunkt für künstlerische
Auseinandersetzungen mit dem Thema Grenze in Form von raumbezogenen,
interventionistischen und situativen Einzelpräsentationen
internationaler Künstlerinnen und Künstler.
Neben diesen temporären Projekten wird im Wachturm eine
Dokumentation zur Geschichte des Ortes gezeigt.
In diesem Sinne zeigte 2005 Sigalit Landau die
Videoinstallation "Barbed Hula", die eine Performance am Strand von Tel
Aviv dokumentiert. Die israelische Künstlerin „tanzt” mit einem
Reifen aus Stacheldraht, der sich in die bloße Haut drückt
vor der Kulisse des sich weit zum Horizont öffnenden Meeres.
Shahram Entekhabi montierte die Form eines riesigen Schlüssels
außen sichtbar am Wachturm. In den Farben der iranischen Flagge
grün, weiß, rot leuchtete der mit zahlreichen
Glühbirnen bestückte "kilid" (Schlüssel) im Sommer 2005
in
Richtung Westen und verknüpfte auf diese Weise die vormalige
Grenze des Kalten Krieges mit der Frage nach Legitimationsstrategien in
aktuellen Konflikten. Ines Tartler entschied sich in ihrer Installation
"offen" für einen minimalen, gleichsam wirkungsvollen Eingriff in
die bestehende Architektur. Sie öffnete alle Fenster und Luken
sowie die acht Schießscharten für die Dauer der Ausstellung
und hob auf diese Weise die wehrhafte Abschottung der Architektur von
der ihn umgebenden Umwelt auf.
Mit freundlicher Unterstützung des
Bezirksamtes
Treptow-Köpenick von Berlin, Amt für Bildung & Kultur und
Amt für
Umwelt & Natur.
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Kunst im Bau
Anlässlich der Langen Nacht der Museen am 29.
Januar 2005 feiern Gasag und Kunstfabrik am
Flutgraben die
Eröffnung der neu gestalteten Etagen "Kunst im Bau" im Gasag-Haus am Reichpietschufer.

Frank Kästner, Haltung,
2004

Esther Neumann,
Seestück Waldstück, 2004 |
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Damit ist die dritte Runde des auf
Sponsoringbasis beruhenden Gemeinschaftsprojektes von Gasag und
Kunstfabrik erreicht und die Kunstsammlung der Gasag um zehn
künstlerische Positionen erweitert.
Stefan Beck, Roland Boden, Katja Brinkmann, Daniel Buchheit, Frank
Kästner, Esther Neumann, Adrian Rovatkay, Sarah Schönfeld,
Heidi Sill und Tristan Wolski realisierten
im vierten und fünften Geschoss des denkmalgeschützten
Gebäudes ihre speziell für den Ort entworfenen Kunstwerke.
Die Grundlage des Projektes "Kunst im Bau" bildet ein
geschlossener
Wettbewerb in Form einer jährlichen Ausschreibung. Die
Ausschreibung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die
mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V., dem Betreiber von Berlins
größtem Atelierhaus, assoziiert sind. Die eingeladenen Künstlerinnen und
Künstler werden aufgefordert, konkrete Vorschläge für je
zwei Etagen im Gasag-Haus zu entwickeln.
Auf diese Weise entsteht nicht
nur eine Sammlung mit aktuellen
Positionen zeitgenössischer Kunst, sondern vor allem eine
Firmensammlung, die sich durch bildnerische Reaktionen auf die
Architektur von Emil Fahrenkamp, durch Kooperations- und
Kommunikationsprojekte mit den Mitarbeitern der Gasag
oder durch Interventionen in deren Arbeits- und Lebenswirklichkeit
auszeichnet.
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Die Auswahl
der Arbeiten obliegt einer unabhängigen Fachjury, der
Gabriele Horn (Leiterin KW Institute for Contemporary Art Berlin),
Veronika Kellndorfer (Künstlerin), Andreas Koch (Galerie Koch und
Kesslau), Dr. Eberhard Maria Richter (Gasag)
und Ute Tischler (Kulturamt Lichtenberg) angehörten.

Roland Boden, Bei Gasgeruch
muß Hilfe her!, 2004

Daniel Buchheit,
Zähler, 2004
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Gasag-Kunstpreis 2005
Der Gasag-Kunstpreis zur
Förderung junger Berliner Künstlerinnen und Künstler
wird an den Film- und Videokünstler Clemens von Wedemeyer
verliehen. Pauline Kraneis
und Slawomir Elsner werden
mit je einem
Förderpreis ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet
am 29. September 2005 um 19:30 Uhr auf dem Art Forum Berlin, in der von
den Preisträgern gestalteten Talklounge im Palais am Funkturm
statt.
Die drei Preisträger wurden in einem zweistufigen Verfahren
ermittelt: Die freien Kuratoren Inke Arns, Ulrike Kremeier, Johannes
Schmidt und die Journalistin Brigitte Werneburg nominierten folgende
Künstlerinnen und Künstler - alle jünger als 35 Jahre
alt und in Berlin lebend: David Adam, Hamra
Abbas, Tobias Buche,
Stef Burghard, Hannah Dougherty, Slawomir Elsner, Pauline Kraneis,
Sebastian Lütgert, Eleonore de Montesquiou, Jenny Rosemeyer,
Jorinde Voigt, Suse Weber, Clemens von Wedemeyer und Florian Wüst.
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Die Kuratoren Zdenek Felix und Harm Lux
sowie Martin Pfahler (2yk Galerie) bildeten die Jury und bestimmten die
Preisträger.
Bereits zum vierten Mal wird der Gasag-Kunstpreis gemeinsam von der
Gasag und dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. vergeben. Der Preis ist
mit 5.000 Euro dotiert, wovon 2.500 Euro in einen Werkankauf der Gasag
fließen. Ein umfangreicher Werkkatalog, der zum Art Forum Berlin
erscheint, und die Präsentation der Preisträger auf der Messe
durch die Kunstfabrik am Flutgraben sind ebenfalls Bestandteil des
Preises.
Gasag-Kunstpreis
2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis
2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis
2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis
2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis
2002: Carsten Fock
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Am Stand der Kunstfabrik

Blick in die von
Slawomir Elsner gestaltete Talk Lounge
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| Kunstfabrik am
Flutgraben e.V. |
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Die
KünstlerInnen 2004 |
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Büro der Kunstfabrik
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Mo-Do 10-13.30 Uhr
fon: +49 30 5321-9658
fax: +49 30 5321-1570
info
[ett] kunstfabrik [punkt] org
2yk Galerie
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Do-So 14-19 Uhr
fon: +49 30 5321-1592
fax: +49 30 5321-1591
2yk [ett] kunstfabrik [punkt] org
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Almuth Baumfalk, Tania
Bedriñana, Julia Beister, Tine Benz, Armin Bicker, Dagmar
Binder, Harald Birck, Vicente Blanco Mosquera, Ronald de Bloeme,
Roland Boden, Mari Brellochs, Katja Brinkmann, Salvador Cidrás
Robles, Markus Draper, Jereon Fransen (CBK-Atelier), Norman
Gebauer, Helga Geng, Franziska Goes, Agnès Hardy, Diana
Hartung, Christiane Hause, Eberhard Havekost, Jeppe Hein, Herr
Sphen, Olaf Holzapfel, Sybille Hotz, Patrick Huber, Christiane John,
++Kooperation PRIVAT (Jörg Finus, Torsten Hennig), Ton
Kraayeveld (CBK-Atelier), Jörg Kreutzer, Wing
Yip Lap, Ingrid Lill, Ute Lindner, Barbara
Morgenstern, Wessel Muller, Aino Nebel, Julia Neuenhausen, Esther
Neumann, Daniel Pflumm, Fred van Reijen (CBK-Stipendiat), Nicole
Riegel, Adrian Rovatkay, Martin Ruge, Viola Rusche, Wolfgang
Schlegel, Margot Schmitt, Heidi Sill, Despina Stokou, Jörg Suermann,
Ines Tartler, Ona Tav, Axel Timm, Joël Verwimp, Ed Wiesinger, Corinna Wittke,
Vanessa Wood, Dominic Wood, Bas Zoontjens, Frank
Zucht. |
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› 2008
› 2007
› 2006
› 2005
› 2003
› 2002
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Kunst im Bau
Die Sammlung "Kunst im Bau" der
Gasag wächst weiter. Die jährlich tagende Jury wählte
die Vorschläge der Künstler Stefan Beck,
Roland Boden, Katja Brinkmann, Daniel Buchheit, Frank Kästner,
Esther Neumann, Adrian Rovatkay, Sarah Schönfeld, Heidi Sill und
Tristan Wolski zur Realisierung im Gasag-Haus
am Reichpietschufer aus. Die unabhängige Fachjury wurde von
Gabriele Horn (Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und
Kultur), Veronika Kellndorfer (Künstlerin), Andreas Koch (Galerie
Koch und Kesslau), Dr. Eberhard Maria Richter (Justiziar Gasag) und Dr.
Ute Tischler (Kulturamt Lichtenberg, Kuratorin) gebildet.

Almuth Baumfalk,
Konstruktionsanleitung, 2002 |
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Damit geht das auf Sponsoringbasis
beruhende Gemeinschaftsprojekt von Gasag und Kunstfabrik am Flutgraben
e.V. in die dritte Runde. Seit 2002 werden im Rahmen eines
geschlossenen Kunstwettbewerbs die Flurbereiche im Architekturdenkmal
am Landwehrkanal mit Kunstwerken bespielt. Die Ausschreibung richtet
sich an Künstlerinnen und Künstler, die mit dem Kunstfabrik
am Flutgraben e.V., Betreiber von Berlins größtem
Atelierhaus, assoziiert sind.

Axel Timm/Francesco
Apuzzo, Switch, 2003
Sie werden aufgefordert, konkrete Vorschläge für je zwei
Etagen im Gasag-Haus zu entwickeln. Auf diese Weise entsteht nicht nur
eine Sammlung mit aktuellen Positionen zeitgenössischer Kunst,
sondern vor allem eine Firmensammlung, die sich durch bildnerische
Reaktionen auf die Architektur von Emil Fahrenkamp, durch Kooperations-
und Kommunikationsprojekte mit den Mitarbeitern der Gasag oder durch
Interventionen in
deren Arbeits- und Lebenswirklichkeit auszeichnet.
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Alena Meier,
Fluchtweg, 2002
Mit dem Anwachsen der Kunst im Bau- Sammlung wächst auch das
Interesse des Berliner Publikums. So strömten zur Langen Nacht der
Museen im vergangenen Januar über 4000 Besucher ins
Gasag-Gebäude und nutzten die Gelegenheit, unter fachkundiger
Führung die Sammlung kennen zu lernen. Die nun ausgewählten
Kunstwerke werden im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Januar 2005
feierlich eingeweiht.

Steve Johnson,
Pedestrian Island No.5/ Fußgängerinsel Nr. 5, 2003
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Gasag-Kunstpreis
Nezaket Ekici erhält den
Gasag-Kunstpreis 2004. Laura Horelli und Gregor Hildebrandt werden mit
einem Förderpreis ausgezeichnet. Der von der Gasag gestiftete und
zusammen mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. vergebene Preis
fördert Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Berlin
im Alter von bis zu 35 Jahren. In dem zweistufigem Wettbewerb
wählte die Jury, der Prof. Karin Sander von der Kunsthochschule
Berlin-Weißensee, Prof. Tony Cragg von der Universität der
Künste Berlin sowie Petra Prahl von der 2yk Galerie der
Kunstfabrik am Flutgraben angehörten, aus insgesamt 15 nominierten
Künstlerinnen und Künstlern die drei Preisträger aus.
Neben den bereits genannten wurden folgende Künstlerinnen und
Künstler für den Gasag-Kunstpreis nominiert: Lutz Braun,
Andrea Büttner, Heman Chong, Andrew Gilbert, Lise Harlev, Sofia
Hultén, Claudia Hummel, Deborah Ligorio, René Lück,
Kristofer Paetau, Astrid Sourkova und Christina Zück.
Der Gasag-Kunstpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld
beinhaltet den Ankauf eines Werks durch die Gasag im Wert von 2.500
Euro. Außerdem finanziert die Gasag einen aufwendigen Werkkatalog
der Preisträgerin. Die mit je 1.000 Euro dotierten
Förderpreise wurden in diesem Jahr erstmals vergeben. Sie
verdeutlichen den Anspruch des Preises, junge und noch nicht etablierte
Positionen von Berliner Künstlerinnen und Künstlern zu
fördern. Arbeiten der drei Preisträger sind vom 10. September
bis 8. Oktober 2004 in einer Ausstellung in der 2yk Galerie der
Kunstfabrik am Flutgraben
zu sehen.
Gregor Hildebrandt
Gregor Hildebrandt, Es ist nicht alles Gold,
was glänzt, 2004
"Es ist nicht alles Gold, was glänzt."
Der Satz mit den goldenen Lettern ist merkwürdig
widersprüchlich. In seiner Allgemeingültigkeit scheint er auf
vieles zuzutreffen, nur auf sich selbst nicht, denn die Lettern, die
Gregor Hildebrandt (geb. 1974) auf die freistehende Galeriewand
angebracht hat, bestehen aus 24-karätigem Blattgold. Der Anspruch
auf Allgemeingültigkeit der Aussage wird durch ihre Form
hintersinnig ad absurdum geführt. Dazu trägt auch die
lapidare, ihre Handschriftlichkeit nicht leugnende Ausführung bei,
die auch vor den bei der Arbeit entstandenen Schmutzspuren auf der
weißen Wand nicht Halt macht. |
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Die Gewissheit der apodiktischen Aussage zerrinnt und
hinterlässt beim Betrachter ein Gefühl von Verunsicherung und
Melancholie. Um den Schein geht es auch in der zweiten Arbeit von
Hildebrandt. Als Widerschein bildet "Der Spiegel" alles ab, was sich
vor ihm abspielt. Die schwarze, aus nahtlos aneinandergereihten
Videobändern zusammengesetzte Fläche liefert jedoch kein
klares, sondern ein vielfach gebrochenes Bild des Betrachters vor dem
Bild, das sich erst aus enger Distanz zusammenfügt. Es ist nicht
das bekannte, spiegelverkehrte Doppel, das dem Betrachter aus dem Bild
entgegentritt, sondern es ist ein unbekannter Fremder, der den
Betrachter in den Spiegel hineinzieht.
Laura Horelli
Laura Horelli, Media spree (work in
progress), 2004
Laura Horelli (geb. 1976) lässt zusammengetragenes doku-
mentatorisches Material für sich sprechen. Die Installation "media
spree" ist ein work in progress, eine fortlaufende Recherche zur
Entstehung und Entwicklung des Medienstandortes Spree. Die Kunstfabrik
am Flutgraben befindet sich wie die von Horelli im Rahmen der Recherche
besuchten Medien- und Produktionsfirmen auf dem Areal des ehemaligen
Berliner Industriegebietes an der Spree und wurde damit ebenfalls
Bestandteil der Arbeit.
In der 2yk Galerie der Kunstfabrik präsentiert Horelli die
Ergebnisse ihrer sechsmonatigen Recherche: Eine Wand voller Bilder,
Broschüren und Texten, in lockerer Reihung, komplettiert durch
eine Sitzgruppe aus den Lagerbeständen der Berliner
Senatsverwaltung für Kultur: Die spröde Präsentation
kokettiert dabei mit dem unterhaltsamen Inhalt der Dokumente wie den
unfreiwillig komischen Aussagen interviewter Spreeanrainer, den
Übertreibungen der Werbebroschüren oder den Stilblüten
emphatischer Immobilienmakler. Mit ihren Fotografien verlässt
Laura Horelli den dokumentatorischen Rahmen. Pointiert wird der Fokus
auf scheinbar Vorgefundenes gerichtet, der Blick des Betrachters auf
Details gelenkt, die Widersprüche zum Gesagten offen legen oder
vorgefundene Eindrücke formelhaft verdichten. |
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Nezaket Ekici
Nezaket Ekici, Aus der dreiteiligen
Fotoarbeit "Schlaraffenland", 2004
In der monumentalen Fotoarbeit "Schlaraffenland" bezieht sich Nezaket
Ekici (geb. 1970) auf drei vorangegangene Performances. In der
Performance "I Had a Dream" (2003) kniete sie, bekleidet mit einem
Businesskostüm, auf einem Rollrasen und biss, beobachtet von den
Besuchern der Landesgartenschau Gronau-Losser, nach und nach die
Grashalme ab. "180 Wishes" (2002) bezog sich auf einen spanischen
Brauch zu Sylvester. Wer bei den Glockenschlägen um Mitternacht
zwölf Trauben isst, der hat zwölf Wünsche frei. In ihrer
Performance versuchte Ekici, den Brauch auf die Spitze treibend, in
drei Minuten acht Kilogramm Trauben in sich hineinzustopfen. "Emotion
in Motion" (2000) schließlich verbildlichte den Akt der
Inbesitznahme eines Raumes und seiner Möbel durch ein
Abküssen sämtlicher zur Verfügung stehender
Flächen. In der Zusammenschau wird der Bezug auf den oralen Akt
der Einverleibung offensichtlich. Das "Schlaraffenland" ist hier ganz
mittelalterlich interpretiert, das Maßhalten am Beispiel des
Übermaßes demonstriert: Wer das Maß nicht halten kann,
erstickt am Übermaß der Weintrauben, erschöpft sich in
der Markierung privaten Eigentums oder in der Unterwerfung des
Körpers unter eine selbstauferlegte Disziplin. |
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Art Forum Berlin
Palais am Funkturm, Stand Nr. 124
Zum dritten Mal präsentiert sich der Kunstfabrik am Flutgraben
e.V. auf dem Art Forum Berlin. Im Palais am Funkturm, Stand Nr. 124,
sind vom 18. bis 22. September 2004 Fotoarbeiten der
Gasag-Kunstpreisträgerin Nezaket Ekici in einer Standgestaltung
von ++Kooperation PRIVAT zu sehen.
Als Verwalter des größten Atelierhauses für Bildende
Künstlerinnen und Künstler in Berlin präsentiert sich
der Kunstverein mit Unterstützung durch die Gasag auf dem Art
Forum in der bewährten Kombination einer Standgestaltung durch
Künstler der Kunstfabrik und die soeben ausgezeichnete
Trägerin des Gasag-Kunstpreises 2004. Im Stand der
Künstlergruppe ++Kooperation PRIVAT (Jörg Finus, Torsten
Hennig) verbindet sich die funktionale, aus Baumarktmaterialien
bestehende Architektur mit floral anmutenden Objekten, die
marktschreierisch auf ihre Künstlichkeit verweisen. Dahinter heben
sich die Foto- und Videoarbeiten von Nezaket Ekici ab, die ihre
aktuellen Performances nicht nur dokumentieren, sondern in der
Bildgewalt der monumentalen Fotografien den Anspruch auf
künstlerische Autonomie formulieren. Auf dem Art Forum führt
Ekici die Performances Fountain (17.09.) und Hullabelly (20.09.) auf.
Die Performances beginnen um jeweils 18 Uhr vor dem Stand der
Kunstfabrik.



Nezaket Ekici,
Fountain (Performance), Art Forum 2004
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++Kooperation PRIVAT, Plantage 1

++Kooperation PRIVAT,
Plantage I, Art Forum 2004
Eine Plantage ist ein Inbegriff domes-tizierter Natur, gebändigter
Natur, einer auf den Nutzen reduzierten Pflanzenwelt. "Plantage 1" ist
der Titel der Installation der Künstlergruppe ++Kooperation PRIVAT
(Jörg Finus, Torsten Hennig) für den Stand der Kunstfabrik am
Flutgraben auf dem
Art Forum Berlin 2004.
Die installative Großplastik besteht aus weißlackierten
Metallregalen. Die Fächer der variierenden Regalböden sind
mit Plastikkanistern gefüllt, von weißlackierten Jalousien
verdeckt oder mit Pflanzenattrappen geschmückt. Kaltes blaues
Licht aus waagerecht und senkrecht befestigten Neonröhren taucht
den Stand in einen künstlichen Schein, grenzt ihn auratisch von
seiner Umwelt ab. Im Kunstlicht der Tageslichtröhren gedeihen
immergrüne Palmen, zeichenhafte Formen aus Kunstrasen, die wie
Bauelemente in das statische Geflecht von Regalböden und -pfeilern
eingefügt sind. Die Verschmelzung von künstlichen und
natürlichen Formen, die tektonische Präsentation des
Pflanzlichen auf der einen und die belebten Architekturelemente auf der
anderen Seite, kennzeichnet auch die vier Leuchtkästen an der
Außenhaut des Standes. Die "Psychotropischen Landschaften" sind
Metamorphosen, manipulierte Landschaften, in denen die Flora in
Einzelteile zerlegt, dupliziert und neu verbaut worden ist. Wohingegen
die als Multiple "Immergrün" erhältlichen Palmenattrappen den
umgekehrten Weg nehmen: Sie sind Mimikrys und das gleich in zweierlei
Hinsicht: Während die große Form die Palme imitiert, ahmt
das verwendete Material den Rasen nach.
++Kooperation PRIVAT spielen mit den Sehgewohnheiten des Betrachters,
der gewohnheitsmäßig von der klar definierten Grenze
zwischen Natur und Kultur überzeugt ist. Insofern hat das kalte
Licht von "Plantage 1" ein bewusst gewähltes Moment, das den
Romantiker ernüchtern mag. Die Hoffnung, unter den Schichten der
Zivilisation auf die reine Natur zu stossen, wird enttäuscht:
"Unter dem Asphalt liegt der Kunstrasen."
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Nezaket Ekici
Auf dem Art Forum Berlin bringt die türkische Künstlerin
Nezaket Ekici zwei Performances zur Aufführung. In der Performance
"Fountain", anlässlich der Vernissage am 17.09. um 18 Uhr, steht
Ekici als eine Art lebender Skulptur auf einem weißem Sockel. Sie
trägt ein durchsichtiges Kleid, das aus wassergefüllten
Urinbeuteln zusammengesetzt ist. Um sie herum deuten fünf
Wassereimer ein Brunnenbecken an. Im Verlauf der Performance entleert
die Künstlerin, mit bedachten Bewegungen auf dem hohen Sockel
balancierend, die einzelnen, mit Ventilen geschlossenen Wasserbeutel
ihres Kleides, wobei das Zielen mit dem Wasserstrahl in die Eimer, das
dadurch erzeugte plätschernde Geräusch und die eingenommenen
Positionen bewusst den Vergleich mit einer pinkelnden männlichen
Figur evozieren. Parallel zur Performance werden im Stand der
Kunstfabrik die Fotoeditionen "Fountain blau" und "Fountain pomp"
(Courtesy Andrea Breitengraser) ausgestellt. Neben "Fountain" werden
mit "Believe #2" und "Emotion in Motion" zwei weitere Performances in
kurzen Filmsequenzen präsentiert, denen ebenfalls die
Auseinandersetzung mit dem Körper als lebender Skulptur zugrunde
liegt.
"Hullabelly" ist die zweite
Performance von Ekici auf dem Art Forum (20.09., 18 Uhr). Bis zur
Erschöpfung schwingt die kopftuchtragende Künstlerin einen
Hula-Hoop-Reifen zu den Klängen türkischer Bauchtanzmusik und
bringt damit gegenläufige Vorstellungen von Sport, Tanz und
Körperlichkeit zur Deckung. In ähnlich klarer Weise treffen
"Orient und Okzident" in der gleichnamigen Foto-trilogie aufeinander
(ab 20.09.). Drei Ganzkörperfiguren zeigen die Künstlerin, im
Duktus altmeisterlicher Malerei mit Attributen ausgestattet, die das
Klischee der Türkin und Muslimin aufrufen, um es sofort wieder zu
demontieren: Die kopfttuchtragende Frau schwingt einen Hula-Hoop-Reifen
um den Hals, die vom schwarzen Gewand eines Tschadors komplett
verhüllte Gläubige entblößt knallrot geschminkte
Lippen und die kokette Bewegung der Bauchtänzerin erstarrt im
eingegipsten Arm. Die am Stand präsentierten Filme "Hulla Belly",
"Schleierkampf-Wedeln" und "Gypsum Balley Dance" widmen sich in
unterschiedlicher Form dem Thema der kulturellen Identität.
Nezaket Ekici (geb. 1970) wurde
soeben mit dem Gasag-Kunstpreis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro
dotierte Preis fördert Bildende Künstler aus Berlin im Alter
von bis zu 35 Jahren und wird seit nunmehr drei Jahren in
Zusammenarbeit von Gasag und dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V.
vergeben. Der Katalog "Nezaket Ekici. Gasag-Kunstpreis 2004" ist am
Stand der Kunstfabrik zum Subskriptionspreis von 12 Euro
erhältlich.
Gasag-Kunstpreis
2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis
2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis
2005: Clemens von Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis
2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis
2002: Carsten Fock
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| Kunstfabrik am Flutgraben e.V. |
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Die KünstlerInnen 2003 |
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Büro der Kunstfabrik
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Mo-Do 10-13.30 Uhr
fon: +49 30 5321-9658
fax: +49 30 5321-1570
info
[ett] kunstfabrik [punkt] org
2yk Galerie
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Do-So 14-19 Uhr
fon: +49 30 5321-1592
fax: +49 30 5321-1591
2yk [ett] kunstfabrik [punkt] org
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Almuth Baumfalk, Tania Tania
Bedriñana, Julia Beister, Tine Benz, Armin Bicker, Dagmar
Binder, Harald Birck, Ronald de Bloeme, Roland Boden, Mari
Brellochs, Katja Brinkmann, Markus Draper, Jeroen Fransen, Garderobe23,
Norman Gebauer, Franziska Goes, Sparka Lee Hall,
Agnès Hardy, Christiane Hause, Eberhard Havekost, Radka Hladka,
Olaf Holzapfel, Sybille Hotz, Patrick Huber, Christiane John,
++Kooperation PRIVAT (Jörg Finus, Torsten Hennig), Ingrid Lill, Ute
Lindner, Barbara Morgenstern, Wessel Muller, Aino Nebel,
Julia Neuenhausen, Ester Neumann, Manuela Ostadal, Daniel Pflumm,
Nicole Riegel, Adrian Rovatkay, Viola Rusche, Heidi Sill, Wolfgang
Schlegel, Margot Schmitt, Despina Stokou, Ines Tartler, Ona
Tav, Axel Timm, Joël Verwimp, Marion Westerhof, Ed Wiesinger,
Corinna
Wittke, Wing Yip Lap, Thomas Zawarty, Frank
Zucht. |
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Kunst im Bau
Einen weiteren Schwerpunkt
stellt das Projekt "Kunst im Bau" dar. Die Gasag beginnt den Aufbau
einer Sammlung zeitgenössischer Kunst, indem sie die
öffentlichen Räume der Gasag Hauptverwaltung im ehemaligen
Shell-Haus am Reichpietschufer gestalten bzw. von KünstlerInnen
mit aktueller Kunst ausstatten läßt. Das Shell-Haus ist
eines der attraktivsten Architekturdenkmäler Berlins. Bis 2004
werden je 2 Etagen pro Jahr (Flure und Treppenhäuser,
Aufenthaltsräume) "bespielt".
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der zum Wettbewerb
eingeladenen Teilnehmer verdreifacht und ist internationaler als vorher.

Tine Benz, Pipeline
(Entwurf), 2003
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Blank & Jeron, Energie (Entwurf), 2003
Die Auswahlkriterien der fünfköpfigen Jury (Christian
Hanussek, Künstler; Gabriele Horn, Referentin Bildende Kunst,
Senatsverwaltung für Wissen-schaft, Forschung und Kultur; Andreas
Koch, Galerie Koch und Kesslau; Dr. Ute Tischler, freie Kuratorin und
Leiterin Kulturamt Lichtenberg; Uwe Zeterberg, Abteilungsleiter Gasag)
umfassten neben der künstlerischen Qualität auch den
inhaltlichen oder formalen Bezug auf den Ort, die Berücksichtigung
der architektonischen Situation des denkmalgeschützten
Gebäudes und die Verträglichkeit mit seiner Nutzung als
Büro.
Die Gewinner und Gewinnerinnen des diesjährigen Wettbewerbs, Tine Benz, Blank & Jeron, Pierre Granoux, | |