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Büro der Kunstfabrik
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Mo-Mi 11-14 Uhr
fon: +49 30 5321-9658
fax: +49 30 5321-1570
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Letzte Überprüfung
Grenzwachturm Schlesischer Busch
Am Flutgraben 3 - 12435 Berlin
Do-So 14-19 Uhr (Mai-Okt.)
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›››  ist eine Plattform für Bildende Kunst und bietet mit über 40 Ateliers Platz für fast 60 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt und aus vielen künstlerischen Disziplinen
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›››  ist ein seit zehn Jahren aktiver Verein, der das Kunst- und Kulturleben der Stadt bereichert, durch eigene Veranstaltungen und durch Teilnahme an bestehenden Formaten
›››  versteht sich als Bestandteil eines weltweiten Netzes von Kulturinstitutionen, Projekten und Menschen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereichen mit dem Ziel, partizipative Kunst- und Kommunikationsprojekte zu realisieren
›››  leistet innovative Kulturarbeit zum Beispiel in Form der Entwicklung neuer Modelle der Kooperation zwischen Kunst und Wirtschaft

     

     
Ein Forum für künstlerische Produktion und Präsentation auf 3800 Quadratmetern

Der gemeinnützige Kunstverein Kunstfabrik am Flutgraben e.V. wurde 1997 gegründet. Er verwaltet und unterhält ein großes in Berlin-Treptow gelegenes Atelierhaus, in dem ca. 60 internationale Künstlerinnen und Künstler arbeiten. Mit seinen vielfältigen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten liefert er einen wichtigen Beitrag zum Berliner Kulturleben.

Das Profil und die Schwerpunkte der Kulturarbeit werden wesentlich durch die Arbeit der Gremien und Projektgruppen des Vereins bestimmt. Auf allen Ebenen wird eine unhierarchische, eigenverantwortliches und kreatives Handeln fördernde Arbeitsweise angestrebt. Der Verein wirtschaftet weitgehend unabhängig von öffentlichen Geldern.

Ehemalige Gastkünstler in der Kunstfabrik sind Leander Eisenmann (CH), Maureen Jeram (USA), Jone Krie (N), Markus Labs (D), Wessel Muller (NL), Ron Rocco (USA) und Neil Wing (AUS).

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Die KünstlerInnen 2008

Die Basis bilden mehr als 40 Ateliers der Kunstfabrik, derzeit genutzt von Almuth Baumfalk, Tania Bedriñana, Tine Benz, Christine Berndt, Dagmar Binder, Harald Birck, Vicente Blanco Mosquera, Ronald de Bloeme, Roland Boden, Mari Brellochs, Katja Brinkmann, Laura Bruce, Salvador Cidrás Robles, Ben Cottrell, Nada van Dalen (CBK-Atelier), Ulrike Dornis, Hannah Dougherty, Markus Draper, Norman Gebauer, Christiana Glidden, Franziska Goes, Agnès Hardy, Eberhard Havekost, Martin Henkel, Herr Sphen, Olaf Holzapfel, Sybille Hotz, Christiane John, Stephan Kurr, Wing Yip Lap, Ingrid Lill, Stefan Lux, Barbara Morgenstern, Wessel Muller, Aino Nebel, Esther Neumann, Alien Oosting, Daniel Pflumm, raumlabor_berlin (Francesco Apuzzo, Markus Bader, Benjamin Förster-Baldenius, Jan Liesegang, Matthias Rick, Axel Timm), Nicole Riegel, Adrian Rovatkay, Viola Rusche, Sophia Schama, Wolfgang SchlegelMargot Schmitt, Jörg Suermann, Ines Tartler, Ona Tav, Joël Verwimp, Vanessa Wood, Dominic Wood, Frank Zucht.


**  Ateliers

Die Vergabe der Ateliers regelt ein von der Mitgliederversammlung gewähltes Gremium in Zusammenarbeit mit dem Atelierbüro des Berufsverbandes Bildender Künstler BBK Berlin. Mit Fotokunst, Grafik, Installation, Interventionen im öffentlichen Raum, Konzeptkunst, Malerei, Medien- und Kommunikationsdesign, Plastik sowie Video- und Textilkunst umfassen die in der Kunstfabrik vertretenden Genres das ganze Spektrum an zeitgenössischen künstlerischen Aussageformen. In Form von Gastateliers entstehen wichtige Beziehungen mit internationalen Institutionen: So vergibt das Centrum Beeldende Kunst CBK Dordrecht halbjährlich ein Stipendium an holländische Künstler, das neben einem Atelier in der Kunstfabrik auch die Einbindung in die unterschiedlichen Aktivitäten des Vereins beinhaltet.

Saskia Meesters, Anja de Jong, Frans van Lent, Albert Zwaan, Michael Markwick, Katja Diallo, Jeroen Fransen, Fred van Rijen, Kathelijne Montes, Nico Parlevliet und Ton Kraayeveld sind ehemalige CBK-Stipendiaten der Kunstfabrik.
[2007]  [2006]  [2005]  [2004]  [2003]  [2002]
         
Termine


   
30.9.07 - 29.4.08
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Letzte Überprüfung im Grenzwachturm Schlesischer Busch
Winterpause bis Ende April 2008

6.5.08., 21 Uhr
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Opernskulptur Dorle - Uraufführung
Uraufführung der "Opernskulptur Dorle" von Christine Berndt unter Mitwirkung von Helmut Oehring (Komposition) und Natalia Pschenitschnikowa (Ge­sang/Flöte) im Grenzwachturm Schlesischer Busch

8.5. - 8.6.2008,
Do - So, 14 - 19 Uhr und Pfingstmontag
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Opernskulptur Dorle
"Opernskulptur Dorle" (Ausstellung) von Christine Berndt unter Mitwirkung von Helmut Oehring (Komposition) und Natalia Pschenitschnikowa (Ge­sang/Flöte) im Grenzwachturm Schlesischer Busch
 

   



Christine Berndt: Opernskulptur Dorle

Unter Mitwirkung von Helmut Oehring (Komposition) und Natalia Pschenitschnikowa (Gesang/Flöte) sowie Torsten Ottersberg (GOGH sound production)

Für den ehemaligen Grenzwachturm im Schlesischen Busch in Berlin Treptow-Köpenick hat die Künstlerin Christine Berndt die Opernskulptur „Dorle“ entwickelt. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Helmut Oehring und der Sängerin Natalia Pschenitschnikowa entstand, inszeniert DDR-Geschichte als Verbindung von Dokumentation, zeitgenössischer Musik und architektonischer Intervention. Ausgangspunkt ist der Grenzwachturm als Relikt und architektonisches Zeugnis des DDR-Regimes; er bildet den Rahmen für die Biografie von „Dorle“, einer Frau, deren Familiengeschichte auf paradigmatische Weise deutsche Geschichte erzählt.

Die multimediale Ausstellung nimmt auf drei Ebenen Bezug auf „Dorles“ Leben und folgt damit der vorgegebenen vertikalen Architektur des Wachturms: Im ersten Geschoss verweist die Videoinstallation „Propaganda“ mit Ausschnitten aus der deutschen Wochenschau im Zeitraum 1942 bis 1945 auf den Zweiten Weltkrieg, den „Dorles“ Vater als Wehrmachtsgeneral vor Stalingrad erlebte und der die Folie von „Dorles“ Familiengeschichte bildet. Obwohl diese Jahre vom Krieg geprägt sind, beschränkt sich die Auswahl auf alltägliche und scheinbar periphere Ereignisse, die durch ihre propagandistische Inszenierung ebenso in das kollektive (Unter-)Bewusstsein eingegangen sind wie die repräsentativen Kriegsbilder jener Zeit. Im zweiten, fensterlosen Geschoss des Wachturmes umfängt ein umlaufendes Textband den Besucher. Es handelt sich um Auszüge aus „Dorles“ Tagebuch, die von „Dorles“ gescheiterter Republikflucht, ihrer anschließenden Gefängnishaft und schließlich ihrer Tätigkeit als „Inoffzielle Mitarbeiterin“ der Staatssicherheit
berichten. Der Besucher wird in die quälende Selbstbefragung einbezogen, die „Dorle“ nach dem Ende der DDR und bis zu ihrem Tod mit zunehmender Intensität beansprucht. Die so genannte Freiwache im obersten Geschoss wird erfüllt vom Monogesang der „Dorle“. Das 20-minütige Libretto (Komposition: Helmut Oehring) variiert Sentenzen aus den   

Tagebüchern. Durch den Gesang (Natalia Pschenitschnikowa) wird „Dorles“ Konflikt aktualisiert und gegenwärtig; er ist das unmittelbarste Element der dreiteiligen Installation.

Die Komposition wird zur Eröffnung einmalig live aufgeführt. Am Abend des 6. Mai 2008 wird der Wachturm zum geschlossenen Gehäuse, das die Sängerin, stellvertretend für „Dorle“, umschließt. Vier Überwachungskameras zeichnen das Geschehen im Inneren auf und übertragen die Aktion der Solistin auf die Außenhaut des Gebäudes, während Instrument und Stimme über Mikrofon und Verstärker in den Außenraum getragen werden. Unter dem Licht der Projektoren und der nach außen dringenden Instrumental- und Gesangsstimme „lösen“ sich die Außenwände des Wachturms auf; der wehrhafte Turm erlebt eine temporäre Wandlung in eine transparente Skulptur. Erst nach der Aufführung erhält der Besucher die Möglichkeit, in die Stille des Turmes mit seinen stummen Projektionen auf der ersten und zweiten Ebene einzutauchen. In der anschließenden vierwöchigen Ausstellung wird der Live-Mitschnitt der Uraufführung in Form einer Magnetbandaufzeichnung zu hören sein.

Schicksale und Biografien von Menschen stehen im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses von Christine Berndt. Ihre Arbeiten, die sich oft dokumentarischer Mittel bedienen, eröffnen einen Zugang zu den porträtierten Personen, der die Balance hält zwischen einfühlender Annäherung und kritischer Distanz. Auch der Geschichte von „Dorle“, die auf wahren Begebenheiten beruht und die von existentiellen Brüchen und Schicksalsschlägen, von der Zerrissenheit zwischen Mittun und Aushalten geprägt ist, nähert sich Christine Berndt mit künstlerischen Mitteln. An der Schnittstelle zwischen Architektur, Musik, Performance und Dokumentation ist die
Opernskulptur „Dorle“ eine experimentelle Annäherung an eine Biografie im Spannungsfeld zwischen individuellem Schicksal und kollektiver Geschichte. Die Fragen, die sie aufwirft, leisten einen Beitrag zur aktuellen Debatte um die DDR und deren Aufarbeitung. Auf Verlangen und zum Schutz der Angehörigen bleibt „Dorles“ wahrer Name ungenannt, der Kern der Inszenierung – die öffentliche Inszenierung eines inneren Konflikts – wird davon nicht tangiert. Als temporäre

Probenfoto "Dorle". Copyright: Christne Berndt
Probenfoto "Dorle". Copyright: Christne Berndt

Intervention im öffentlichen Raum wendet sich die Opernskulptur „Dorle“ auch gegen die fortwährende Tabuisierung insbesondere persönlicher Verstrickungen in Unrecht während der jüngeren deutschen Vergangenheit.

Uraufführung/Eröffnung: 6.5.08, 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 8.5. – 8.6.08,
Do – So, 14 – 19 Uhr,
sowie am 12.5. (Pfingstmontag)

Der Eintritt ist frei!

Ein Projekt des Kunstfabrik am Flutgraben e.V.im Rahmen der Letzten Überprüfung im Grenzwachturm Schlesischer Busch mit freundlicher Unterstützung durch Kunstfonds Bonn, Köstritzer Schwarzbierbrauerei, Hypo-Kulturstiftung München und Kulturamt Treptow-Köpenick.
Logo Köstritzer Schwarzbierbrauerei, Logo Hypo-Kulturstiftung, Logo Kunstfonds








Letzte Überprüfung

Ansicht Wachturm
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Konzept

Der ehemalige Grenzwachturm im Schlesischen Busch bildet den Ausgangspunkt für künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Grenze in Form von raumbezogenen, interventionistischen und situativen Einzelpräsentationen internationaler Künstlerinnen und Künstler. Das Projekt erfreut sich eines stetig wachsenden Interesses, sowohl bei der Berliner Öffentlichkeit als auch bei Touristen. Innerhalb der Gedenkstätten und Orte, die an die Berliner Mauer und die Zeit der Teilung erinnern, formuliert Letzte Überprüfung eine eigenständige Position, gerade durch den Ansatz mittels künstlerischer Interventionen Vergangenes mit Gegenwärtigem im Verbindung zu bringen. Als wichtiger dezentraler Ort ist der Grenzwachturm Schlesischer Busch Bestandteil des Berliner Mauer-Konzeptes. Betreut wird das Projekt von einem Team des Kunstfabrik am Flutgraben e.V., seit 2007 unter Leitung von Svenja Moor. Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, Abteilung für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft und Kulturamt.
*  Ausstellungen

LÜ 2007
Ulrike Kuschel: Diese Mauer
Georg Klein: turmlaute.2
Frans van Lent: Raam


LÜ 2006 
Roland Boden: Konfuse magnetische Wirbel
Tina Born: Pavillon Nocturne

Dave Allen: One Way, Another Way, Then Any Other Way
raumlabor_berlin:
Wohnen im Turm. Bauvorhaben: Wohnanlage Schlesischer Busch

Sofia Hultén: Events With Unknown Outcome


LÜ 2005
Ines Tartler: offen
Shahram Entekhabi: kilid
Sigalit Landau: Barbed Hula



E-Mail: LUe [ett] kunstfabrik [punkt] org
Und so finden Sie uns!



[2007]  [2006]  [2005]




Gasag-Kunstpreis 2007
Gasag-Kunstpreis 2007: Jorinde Voigt, Detail aus der Installation „O.T. 1-14“, 2006, Courtesy of
Sammlung Rosenkranz Berlin, Copyright: Jorinde Voigt
Jorinde Voigt,  „O.T. 1-14“ (Detail), 2006, Courtesy Sammlung Rosenkranz Berlin, Copyright: Jorinde Voigt

Der Berliner Künstler Mandla Reuter erhält den Gasag-Kunstpreis 2007. Die Künstlerinnen Nevin Aladag und Jorinde Voigt wurden mit je einen Förderpreis ausgezeichnet. Damit hat die Gasag den Preis zur Förderung junger Berliner Künstler zum zehnten Mal vergeben. Konzipiert als  Meisterschülerpreis in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste, erhielt der Preis durch die Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Kunstfabrik am Flutgraben seit 2002 ein neues Profil. Seitdem werden in einem zweistufigen Verfahren jährlich bis zu 16 Künstler nominiert. Ein Höchstalter von 35 Jahren und ein Berliner Wohnsitz bilden dabei die einzigen formalen Einschränkungen. Eine jährlich neu zusammengesetzte Jury, der Per­so­nen aus dem Berliner Kunstleben angehören, bestimmt aus dieser Vorauswahl den Gewinner des Gasag-Kunstpreises und bis zu zwei Förderpreisträger.

Anlässlich des Jubiläums hat die Gasag die Preisgelder erhöht. Der Gasag-Kunstpreis wurde von 5.000 auf 7.500 Euro, die Förderpreise von je 1.000 auf 2.500 Euro erhöht. Der GASAG-Kunstpreis enthält einen Werkankauf durch die Gasag. Zum Preisgeld hinzu kommt die Produktion eines Werkkatalogs für den Preisträger Mandla Reuter sowie eine Ausstellungsbeteiligung für alle drei Preisträger. Dieses Konzept 

verdeutlicht den Anspruch, über die Anerkennung eines vielversprechenden künstlerischen Ansatzes hinaus Hilfestellung zu Beginn einer Künstlerkarriere zu leisten. In diesem Sinne konnten seit 1997 insgesamt 26 in Berlin lebende Künstlerinnen und Künstler gefördert werden.

Mit der diesjährigen Auszeichnung von Mandla Reuter prämiert die Jury, der Ursula Prinz (Berlinische Galerie), Mari Brellochs (Kunstfabrik am Flutgraben e.V.) und Gabriele Knapstein (Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart) angehörten, ein genreübergreifendes Schaffen, das auf vielfältige Weise in den Dialog mit seinen Be­trachtern tritt. Seine situationsspezifischen Installationen sind
Reflexionen auf die Rahmenbedingungen, innerhalb derer Kunst sich repräsentiert, und es kennzeichnet die Herangehensweise von Mandla Reuter, dass diese Untersuchungen mal verspielter, mal konzeptueller Natur sind.

Die Themen der Videoarbeiten und Installationen von Nevin Aladag entstammen der Alltagskultur, sie sind motiviert von den unterschiedlichen Sprachen, Ausdrucksformen und Codizes, mit denen Gruppen intern und nach außen kommunizieren. Mit einer aspektbezogenen Förderung würdigt die Jury ihren Ansatz, das künstlerische Werk erneut in den Außenraum zu tragen und damit selbst in den kommunikativen Kreislauf einzutreten.

Jorinde Voigt erhält einen werkorientierten Förderpreis, mit der die Jury Konsequenz und Eigenständigkeit ihres zeichnerischen Œvres würdigt. In ihren Zeichnungen werden verschiedene Ereignisse wie Popsongs, Stromflüsse, endliche und unendliche Aktionsbeschreibungen oder Temperaturverläufe als Partitur notiert und zueinander in Beziehung gesetzt, so dass ein komplexes Raumgefüge entsteht.

Arbeiten der drei Preisträger sind im Rahmen der Ausstellung „Neue Heimat. Berlin Contemporary“ in der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur zu sehen. Die von Ursula Prinz kuratierte Ausstellung versammelt Beiträge von 29 Künstlern unterschiedlicher Nationalitäten und bietet somit einen Querschnitt durch die zeitgenössische internationale Kunstszene Berlins.

Nevin Aladag, Detail aus der Installation „Alles auf Anfang“, 2007, Copyright:
Gasag-Kunstpreis 2007: Nevin Aladag, Detail aus der Installation „Alles auf Anfang“, 2007, Copyright:
Nevin Aladag
Nevin Aladag, Detail aus der Installation „Alles auf Anfang“, 2007, Copyright:
Nevin Aladag

Mandla Reuter: Ohne Titel (BG)
Mandla Reuter: ohne Titel (BG), 2007




Gasag-Kunstpreis 2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis 2005: Clemens von Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis 2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis 2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis 2002: Carsten Fock

Weitere Informationen siehe auch unter www.kunst.gasag.de.
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Kunst im Bau

Nach fünfjähriger Zusammenarbeit ist die Sammlung im denkmalgeschützten Gebäude am Reichpietschufer komplett und umfasst 38 Kunstwerke von 42 Künstlerinnen und Künstlern. Auf sechs Etagen haben die Flure und Treppenhäuser ihr Aussehen verändert, bieten den Mitarbeitern der Gasag ebenso wie den Besuchern Abwechslung in der Monotonie der Flure, nehmen Kontakt auf, hinterfragen Sehgewohnheiten, geben Rätsel auf oder bieten Ausblicke an. Kennzeichen der Kunst im Bau-Sammlung ist, dass die Kunstwerke einen besonderen Bezug zum Ort, zu den Mitarbeiter/-innen, der Architektur oder dem Produkt aufweisen. Vielfach wurden auch die Mitarbeiter/-innen in den Entstehungsprozess der Arbeiten eingebunden. Durch die  Vielfalt der in der Sammlung vertretenen Medien, die von Malerei, Druck und Zeichnung, über Fotografie, Foto und Computermontage, bis hin zu installativen und skulpturalen Arbeiten reichen, bietet die Sammlung darüber hinaus einen Querschnitt durch die zeitgenössische Kunstproduktion.

Vier geschlossene Wettbewerbe lobten Gasag und Kunstfabrik am Flutgraben aus, an denen sich insgesamt 215 mit der Kunstfabrik am Flutgraben assoziierte Künstlerinnen und Künstler beteiligten. Eine jährlich zusammentreffende Jury entschied über die Auswahl der zu realisierenden  Kunstwerke, die in Folge von der Gasag angekauft wurden. Neben Beisitzern aus Denkmal- und Arbeitsschutz, die ohne Stimmrecht waren, wurde die Jury aus Vertretern der Berliner Kunstszene gebildet, der unter anderem Gabriele Horn, Ute Tischler (Brandenburgischer Kunstverein Potsdam) und der Künstler Andreas Koch angehörten. Mit einem 
  jährlich wechselnden Mitarbeiter war die Gasag in der Jury vertreten.

Das Konzept für die Realisierung dieses Vorhabens wurde vom Kunstverein Kunstfabrik am Flutgraben in Kooperation mit der Gasag entwickelt und umgesetzt. Mari Brellochs betreute als Projektleiter des Kunstfabrik am Flutgraben e.V. die Projektsteuerung, Koordination und Durchführung des Wettbewerbs sowie die Realisierung der Arbeiten im Gasag-Haus, (2002/2003 in Zusammenarbeit mit Ulf Wetzka). Die Projektleitung von Seiten der Gasag verantworteten Dr. Klaus Haschker und Birgit Jammes.

Roland Boden, Bei Gasgeruch muß Hilfe her!
Roland Boden, Bei Gasgeruch muß Hilfe her!, 2004

Katja Brinkmann, o.T. (Wandbild)
Katja Brinkmann, o.T. (Wandbild), 2004

Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die „seit 2002 in vier Phasen für die inneren Werte des Hauses sorgen“ (Tip-Kunstredakteur Qpferdach im Katalog „Kunst im Bau. Unternehmen Kunstsammlung“) gehören Almuth Baumfalk, Stefan Beck, Tine Benz, Blank & Jeron, Roland Boden, Armin Bremicker, Katja Brinkmann, Daniel Buchheit, Carsten Eggers, Slawomir Elsner, Franziska Goes, Pierre Granoux, Hauenschild Ritter, Geka Heinke, Sybille Hotz, Patrick Huber, Christiane John, Steve Johnson, Frank Kästner, ++kooperation PRIVAT (Jörg Finus, Torsten Hennig), Stefan Kurr, Ute Lindner, Alena Meier, Florian Merkel, Wessel Muller, Esther Neumann, Valeska Peschke, Adrian Rovatkay, Sarah Schönfeld, Henrik Schrat, Heidi Sill, Markus Strieder, Caro Suerkemper, Axel Timm/Francesco Apuzzo, Elke Ulmer, Moritz Wiedemann, Maik Wolf, Tristan Wolski.


Umfassende Informationen auch unter www.kunst.gasag.de.


Heidi Sill, skins #2
Heidi Sill, skins #2, 2004
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Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Treptow-Köpenick und Gasag Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft.

Gestaltung: Ulrich Pohl, www.pop-net.de
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